Multi-Channel-Strategie
Warum Ihre Marke mehrgleisig fahren sollte
Stellen Sie sich vor, Sie bauen Ihr Traumhaus auf einem Grundstück, das Ihnen nicht gehört.
Sie investieren in die Fassade, pflegen den Garten und richten sich gemütlich ein.
Und dann, von heute auf morgen, beschließt der Eigentümer, den Zugang zu sperren.
Genau das tun viele Unternehmen, wenn sie sich im Marketing ausschließlich auf einen Kanal, wie Facebook oder Instagram, verlassen.
Warum ist der Fokus auf einen Kanal so gefährlich?
Das Risiko: Die Vermieter sind unberechenbar Soziale Netzwerke und Werbeplattformen sind gemietetes Land. Wer nur auf einen Kanal setzt, begibt sich in eine gefährliche Abhängigkeit von Plattformbetreibern und rechtlichen Vorgaben. Die Risiken sind real und können Ihr Unternehmen über Nacht ausbremsen.
Algorithmen
Ein einziges Update kann Ihre organische Reichweite halbieren. Was gestern funktionierte, ist heute plötzlich unsichtbar und auf einmal erreichen Ihre Inhalte niemanden mehr.
Steigende Werbekosten
Wenn die Konkurrenz auf Ihrem Kanal zunimmt, schießen die Klickpreise (CPC) in die Höhe. Ohne Ausweichmöglichkeit schmilzt Ihre Marge dahin.
Kontosperrungen
Ein technischer Fehler oder eine vermeintliche Richtlinienverletzung reicht aus, um Ihr Konto lahmzulegen. Ohne Backup steht Ihr digitaler Vertrieb still.
Zielgruppen
Nutzergewohnheiten ändern sich. Wer heute auf Facebook ist, ist morgen vielleicht auf LinkedIn oder Nischenplattformen unterwegs. Andere Zielgruppen nutzen Ihre Hauptplattform womöglich überhaupt nicht.
Die Lösung: Multi-Channel als Sicherheitsnetz und Wachstumshebel
Eine Multi-Channel-Strategie bedeutet nicht, dass Sie überall gleichzeitig performen müssen.
Es geht darum, Präsenz dort zu zeigen, wo Ihre Kund:innen sich aufhalten, und die Risiken intelligent zu streuen.
Diversifikation für Stabilität
Indem Sie Kanäle kombinieren, etwa SEO, E-Mail-Marketing, LinkedIn-Ads und Google Search, verteilen Sie Ihr Budget auf verschiedene Säulen. Bricht eine weg, halten die anderen das Konstrukt stabil.
Omnipräsenz
Kund:innen vertrauen Marken mehr, die sie an verschiedenen Orten sehen. Wenn eine Brand nur auf Facebook existiert, wirkt sie nicht vertrauenswürdiger als ein Hobby-Business. Erscheint sie aber auch bei Google, in Fachmagazinen und im Posteingang, suggeriert das Größe, Relevanz und Professionalität. Multi-Channel steigert den Markenwert (Brand Equity).
Synergieeffekte
Viele Unternehmen scheuen Multi-Channel wegen des Mehraufwands. Die Lösung nennt sich Content-Recycling: Ein hochwertiges Video für YouTube lässt sich in Short-Clips für Reels verwandeln, das Skript dient als Blog-Post und die Kernaussage wird zur LinkedIn-Grafik. Einmal investieren, mehrfach profitieren.
Die „Marketing Rule of 7“
Studien zeigen, dass Kund:innen im Schnitt sieben Kontaktpunkte benötigen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Wer Ihre Marke auf Facebook sieht, sie über eine Google-Suche wiederfindet und später einen nützlichen Newsletter erhält, konvertiert deutlich wahrscheinlicher.
Datenhoheit
E-Mail-Marketing und die eigene Website sind Ihr Eigentum. Eine Multi-Channel-Strategie nutzt Soziale Medien als Zubringer, um die Nutzer:innen in Ihre eigenen Kanäle zu führen. Der nette Nebeneffekt: Eine Verlinkung vom Newsletter auf Ihre Website stärkt ganz nebenbei Ihre SEO-Performance und verbessert Ihr Google-Ranking.
Der "Cross-Device"-Pfad
Menschen wechseln zwischen Geräten. Jemand sieht eine Anzeige morgens am Smartphone (Instagram), recherchiert mittags am Desktop (Google) und kauft abends, nachdem er eine Retargeting-Mail erhalten hat. Wer nur einen Kanal bespielt, verliert den Kund:innen beim Gerätewechsel.
Fazit
Fahren Sie mehrgleisig, statt alles auf eine Karte zu setzen.
Sich auf einen Kanal zu verlassen, ist im heutigen digitalen Ökosystem kein Fokus, sondern ein Überlebensrisiko. Die erfolgreichsten Marken zeichnen sich dadurch aus, dass sie dort sind, wo ihre Kund:innen sind – und zwar auf mehreren Wegen.
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Ihre Ansprechpartnerin:
Conny Steuerwald
Expertin für Marke und Strategie
